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Mehrsicht Generationenwechsel Familienunternehmen Symbolbild Figuren

Worum geht es?

Vor allem in eigentümergeführten Unternehmungen steht ein Generationenwechsel oft für einen tiefgreifenden Einschnitt, der weit über einen einfachen Führungs- oder Eigentümerwechsel hinausgeht. Häufig waren zentrale Personen über viele Jahre pionierhaft prägend. Wissen, Entscheidungen und Beziehungen waren stark an Einzelne gebunden. Entsprechend braucht der Übergang eine bewusste Gestaltung, klare zeitliche Etappen, verschiedene Szenarien und eine frühzeitige Auseinandersetzung mit Rollen, Verantwortung und Erwartungen für alle Beteiligten.

Gleichzeitig gilt es zu bedenken, dass der Generationenwechsel meist parallel zum laufenden Tagesgeschäft und unter begrenzten personellen Ressourcen läuft und dass sowohl persönlich, wie auch übergreifend, viele (auch emotionale) Entscheidungen gefällt werden müssen. Bestehende Strukturen sollen weiter funktionieren, während neue Führung, neue Arbeitsweisen oder neue strategische Akzente aufgebaut werden. Diese Mehrfachbelastung erfordert eine klare Priorisierung, transparente Kommunikation und eine realistische Planung der Austauschgefässe und Übergangsphasen.

Ein Generationenwechsel betrifft nicht nur direkt Beteiligte – er betrifft alle Menschen im Unternehmen. Fragen nach Vertrauen, Zugehörigkeit und Orientierung entstehen dabei im ganzen Unternehmen. Strukturierte Dialogräume, bewusst gestaltete Übergaben von Wissen und Verantwortung sowie eine klare gemeinsame Geschichte des Wandels helfen dabei, Stabilität zu erhalten und gleichzeitig Räume für neue Impulse zu schaffen.

Was sind typische Fragestellungen?

  • Besteht ein gemeinsamer erwünschter Zustand zu Rollen, Prozessen etc. nach dem Übergabeprozess?
  • Was ist das Wichtigste für die ausscheidende Generation? Was ist das Wichtigste für die zukünftige Generation?
  • Existiert ein gemeinsames Verständnis zu den wichtigsten Schritten und Terminen?
  • Ist Loslassen-können und Andersmachen-getrauen angesprochen und ermutigend reflektiert?
  • Sind die aktuellen Eigentumsverhältnisse übergabebereit und ist die Finanzierung der Nachfolge geregelt?
  • Haben beide Seiten einen Plan B?
  • Sind ein allfälliger neuer Führungsstil und eine neue Führungsstruktur im Blick, auch mit den entsprechenden personellen und organisatorischen Konsequenzen?
  • Ist das Wissen der bisherigen Eigentümerschaft für die Unternehmung abrufbar?

Wie gehen wir das Thema Generationenwechsel an?

Für Generationenwechsel gibt es keinen Standard-Prozess. Jedes Unternehmen hat seine eigene DNA, ist geprägt von seiner Geschichte, seinen Menschen und den gewachsenen Beziehungen. Genau dieser Einzigartigkeit widmen wir uns in unserer Herangehensweise. Bevor konkrete Lösungen entstehen, nehmen wir uns Zeit, das Unternehmen und seine Eigenheiten kennenzulernen, um den Übergang nah, konkret und realitätsbezogen begleiten zu können.

Gemeinsam stellen wir strukturierte Fragen und schaffen Räume für ehrlichen Austausch. Zusammen mit den Beteiligten entwickeln wir mögliche Antworten, Handlungsoptionen und Szenarien – stets mit Blick auf die unterschiedlichen Rollen, Erwartungen und Bedürfnisse. Dabei ist in unserer Haltung klar: Der Weg und oft auch das konkretisierte Ziel entstehen im Prozess. Wir gehen nicht mit vorgefertigten Lösungen, sondern mit Offenheit, Erfahrung und klaren Methoden in die Begleitung.

Mit unserer Erfahrung bringen wir Ruhe, Struktur und Orientierung in den Nachfolge-Prozess. Im Mittelpunkt steht dabei nicht eine einzelne Partei, sondern die langfristige Gesundheit und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens als Ganzes. So entsteht ein Übergang, der trägt, verbindet und Weiterentwicklung ermöglicht.